It´s time for Africa

Dakar vs. St.Louis

Mittwoch, Juni 15th, 2011

Nach zwei Tagen geht´s dann wieder von Dakar nach Gambia und zwar mit dem Taxi. Das Schiff das man von Dakar aus in die Carsamance nehmen kann ist, Achtung Überraschung, nämlich im Eimer! Da kommt Freude auf. Ich erspar´ mir aber jetzt die Einzelheiten dieser Taxifahrt. Grenze macht mir mittlerweile Spaß, man kennt mich ja *g* Nach ein paar Tagen in Gambia geht´s wieder nach Dakar, so dass wir uns am Ende insgesamt vier Tage in Dakar aufgehalten haben. Dakar ist eine coole Stadt…Wir besuchen die Inseln Ngor und Goree´, dass IFAN Museum (haha) und speisen herrschaftlich in einem Kunst-Restaurant. Auf der Insel Goree` treffen wir eine Reggae Band beim proben in einem Bunker. Danke für das Livekonzert, Social Society…kann man ruhig mal bei YouTube kucken :-) Der Pool auf dem Dach des Hotel de Independence (geht an die Reiseführerschreiber) ist Übrigends auch nicht mehr zu gebrauchen, so wie das Hotel. Das fällt nämlich auseinander und ist außer Betrieb (Saisonunabhänig), also nix mit „im Pool über Dakar schwimmen“ .Nach St.Louis war die Taxifahrt dann fast schon angenehm. Wir haben einen Extraplatz gekauft und die Mittelreihe beschlagnahmt, um wenigstens Platz zu haben. Compfort lässt sich leider nicht kaufen. Bei der Zebrabar dann auch eine schöne Überraschung. Wir treffen auf Chris den Ich aus Zagora/Marokko kenne, fühlt sich an wie alte Freunde treffen *g* Am nächsten Tag füllt sich die Zebrabar recht schnell mit Leuten die wegen des Festivals hier sind. Wir treffen auf eine Gruppe „Couchsurfer“, einige im Senegal oder Gambia beschäftigt, andere zum Urlaub hier. Mexiko, USA, Kanada, Deutschland, Österreich, Indien, Türkei, Frankreich usw. alles vertreten. Wir brauchen abends fünf Taxis um zum Festival zu kommen. Den abgesperrten Bereich des Festivals kann man außer Acht lassen, es sei denn man ist ein echter Jazzfan. Ein bestuhltes Areal, eher gediegen und von Action keine Spur. Wir sparen uns den Eintritt und ziehen die Tage dann doch lieber durch die Clubs. Jazzmusik die fetzt gibt’s nämlich auch. Wir tanzen schweißgebadet wie auf einer Technoparty, nach der Band geht´s auf der Straße oder wo anders weiter. Sonntags nach 2 Stunden schlafen, geht´s wieder nach Dakar. Taxi OK! Wir haben uns zu Viert ein ganzes Taxi gemietet, viel Platz also. Für Brinü geht´s nach Hause, für mich zurück nach Sukuta und zwar mit dem Flugzeug. Buschtaxi fahren hat sich für mich erst mal eine Zeit lang erledigt. Der Flug geht ganze 25 Minuten, 20 Minuten Taxi. Passt! Fazit: Viel Reisestress, dafür jede Menge Eindrücke und liebe Menschen wie Brinü, Paul und seine Maria, Chris, die Couchsurfer und, und, und.

Parc National du Parc d´Arguin

Mittwoch, Mai 18th, 2011

Nachdem wir Gerts Karre mit allerhand Verpflegung bepackt haben geht´s los. Ziel: Ein Sandstrand an dem hübsche Zelte aufgebaut sind. Touris sind auch hier wieder keine unterwegs, der Strand gehört also uns. Wir bereiten schnell die Angelausrüstung vor, fischen ist nur bei Ebbe möglich, bei Flut verschwindet der ganze Felsabschnitt im Wasser. Das letzte Mal hab ich gefischt als ich 15 war und so rechne ich mir keine großen Chancen aus. Meine Angel ist als erstes vorbereitet und so tret ich den Weg ans Wasser an. Ich werf die Angel aus und bevor Gert und Remy zum Fischen kommen hab ich schon den ersten Fisch gefangen. Ich freu mich, denn so macht selbst mir das Fischen Spaß. Ein fetter Katzenfisch fliegt also schon mal in einen Naturpool wo wir alle Fische sammeln, die wir nicht essen wollen. Wir fangen an diesem Tag jede Menge Katzenfische und Kleine Haie. Haie und Katzenfische wird die Flut wieder zurück ins Meer spülen. Mitnehmen tun wir nur die leckersten z.B. Doraden, wie die anderen heißen weiß ich nicht. Im Naturpool schwimmen schätzungsweise 20 Fische, keiner kleiner als 30 cm, 10 nehmen wir mit zum Grillen als die Flut zurück kommt. Am Strand angekommen entschließen wir uns den Fisch einzufrieren (geht im Auto) und am nächsten Tag ein dekadentes Barbecue zu veranstalten. Heute wird getrunken und zwar keine Kamelmilch und auch kein pisswarmes Wasser. Gert ist besser ausgestattet als jede Bar in Mauretanien. Zusammen mit Gert steh ich um 6 Uhr auf, um die Ebbe nicht zu verpassen. Es geht genauso weiter wie der letzte Tag beendet wurde. Fische, Fische und nochmals Fische. Diesmal auch einen Rochen und andere Leckereien. Ich teste an diesem Morgen auch mal das Fischen mit drei Ködern. Mir war zwar klar dass es die Chancen erhöht aber dass ich mit einem Wurf gleich drei Fische rausziehe hat mich dann doch überrascht. Fischen ist hier einfach nur geil. Während man so schön am Fischen ist gibt´s noch allerhand zu sehen, hier machen nämlich nicht nur wir Urlaub, sondern auch jede Menge Vögel die ich noch nie zuvor gesehen hab. Dafür ist der Park auch überall bekannt. Hier fliegen allerdings nicht nur die Vögel durch die Gegend sondern auch die Fische. Zehn Meter vor meinen Augen gibt´s einen Schwarm fliegender Fische die in der Luft zu stehen scheinen…Wie im Fernsehen hier, ich bin echt überwältigt. Danke Mutter Natur für dieses Schauspiel. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll aber es berührt einen doch ziemlich das alles hier zu sehen. Der Naturpool ist wieder mit Fischen gefüllt und wir haben auch genug Fische zum Essen so dass wir das Fischen einstellen. Wär´ ja Blödsinn sinnlos Fische zu töten und macht auch ehrlich gesagt keinen Spaß, einem Fisch mit einem Stein das Leben zu nehmen. Zurück am Strand bereiten wir das Barbecue vor. Zum Fisch gibt´s ein bisschen Reis und Gemüse. Ich will gar nicht wissen, was diese Fischplatte in Deutschland kosten würde. Hier kostet es nur den Parkeintritt und Angelschein brauch man auch keinen. Wir haben dann doch Mühe die komplette Platte zu putzen und liegen im Anschluss mit glänzendem Bauch auf den Matratzen im Zelt und schauen uns das Meer an. Am Abend ist Gerts Bar wieder geöffnet, davon krieg ich allerdings wenig mit, hab mir wohl einen Sonnenstich geholt. Ich penn von 18 Uhr bis 7 Uhr in der Früh. Ich bedauere es weniger, bin ich doch morgens derjenige, der keine Kopfschmerzen hat. Bin schon gespannt was der heutige Tag so bringt, ich muss nämlich, zurück an der 40km entfernten Hauptstraße, kucken wie ich wieder nach Nouakchott komme. Olly und Robin wollen wieder Richtung Westsahara, Remy und Gert zum Langusten essen nach Nuadhibou. Hei, dass wird wieder ein Spaß…Mein Ziel ist es eigentlich nur, nicht mit 7 Personen in einem Auto die 250 km nach Nouakchott zurücklegen zu müssen. Ich würd sogar eine Eselskarre vorziehen, für Esel ist das wohl zu weit und so nehm ich einen LKW. Der Fahrer ist alleine und das reicht mir schon. Knappe 10€ kost mich das….ein Witz eigentlich. Die Karre rennt dann doch ganze 75km/h, leider nicht lange. Nach 20 km stoppen wir um ein defektes Fahrzeug abzuschleppen. Die Mauren bleiben zum Glück in ihrer Karre sitzen, der LKW läuft jetzt aber leider nur noch 60km/h. Egal, besser schlecht gefahren als gut gelaufen. Unterwegs wieder Fiches verteilen (ich hab mittlerweile an die 45 Kopien an die Gendarmerie ausgegeben). Den „Beamten“ ist natürlich klar das der Fahrer für den Transport des defekten Wagens und meiner Wenigkeit Kohle kassiert und so bleibt für den Fahrer, in Nouakchott angekommen, nur noch ein Bruchteil der Kohle übrig. Zurück in Nouakchott treff ich auf eine Gruppe von „Dust&Diesel“…Die kaufen in Deutschland alte Mercedes Karren und fahren damit 3 Wochen nach Mauretanien um die Kisten zu verkaufen. Die Kohle geht an zwei Waisenhäuser in Nuadhibou und Nouakchott. Gute Aktion wie ich finde…ABER!!!…. Und jetzt kommt´s, auch wenn ich damit den Groll vieler Afrika-Fahrer und auch Dust&Diesel auf mich ziehen werde. Was soll bitte der Schxxx hier kiloweise bzw. bergeweise Geschenke anzuschleppen und diese hier in den Hof zu kippen so dass sich die Mauren bedienen können??? Bei den Geschenken handelt es sich nicht etwa um Schrott, sondern teilweise um richtig gutes (neues) Zeug wie LED Lampen, Werkzeuge, Glutpunktfeuerzeuge, Kulis, Schlüsselbänder, Isomatten, Kühlboxen und, und, und….Teilweise werden sogar Schlafsäcke und Zelte zurückgelassen, die Reise ist ja zu Ende! Warum regt mich das auf? 1. Bedienen sich hier Leute die es gar nicht nötig haben, was will bitte ein Maure mit einem nagelneuen Toyota Land Cruiser mit einem Zelt? Er wird es verkaufen (wahrscheinlich an einen Schwarzen der es braucht)! Der Maure kann sich doch eins kaufen oder nicht? 2. Was lernen die Menschen hier daraus? „Die Europäer haben anscheinend so viel Kohle, dass sie nicht wissen wohin damit!“. Deshalb gehen sie mir und auch anderen Reisenden auf die Nüsse mit: „Give me, Give me!“ Cadeaux, Cadeaux (Geschenk)!“ Des Weiteren wird in jedem Geschäft probiert uns das Doppelte an Kohle abzunehmen. Wir (Europäer) haben´s ja! Man kann den Menschen hier nicht einmal einen Vorwurf machen, sie haben es von Leuten wie euch so gelernt! So lange Reisende nicht aufhören Geschenke ohne Gegenleistung zu verteilen, wird sich daran (leider) auch nichts ändern. Warum tut ihr das? Habt ihr Angst die tun euch was an, wenn ihr ihnen nichts gibt? Naja, Bob Geldof hat ja in Äthiopien den Selben Schxxxx veranstaltet…Nichts für Ungut…Ich treff euch ja wieder und zwar Morgen, bin gespannt was mich wegen diesem Artikel erwartet ;-) Ich hab aber noch einen Nachbrenner…veranstaltet doch mit den Waisenkindern einen Flohmarkt, wo das Zeug verkauft wird….Sorry, war nur eine Idee! Das Ganze ist natürlich nur meine persönliche Meinung, auch wenn ich weiß dass sogar Mauren so darüber denken. Ich fang langsam an sie zu mögen ;-)

Von Nuadhibou nach Nouakchott

Mittwoch, Mai 18th, 2011

Über die Strecke gibt´s relativ wenig zu sagen, stinklangweilig halt. Es geht knappe 500km nur geradeaus, links Sand, rechts Sand. In Nouakchott angekommen sind noch zwei Liter Sprit im Tank. Camping Sahara ist leicht zu finden und eine nette Absteige. Ein langweiliger Tag wird´s trotzdem nicht. Als ich so beim Kaffee sitz, krieg ich überraschend Besuch. Na wer kommt denn da durchs Tor gerollt…Robin und Olly aus Edinburgh. Die beiden sind zurück aus dem Senegal. Da freut man sich doch, bekannte Gesichter zu treffen, Afrika ist wie schon erwähnt ziemlich klein. Geht aber noch weiter mit Ereignissen, ich lern Gert und Remy aus Belgien kennen. Genauso gut drauf wie Olly und Robin. Ein netter Haufen *g*… Gert, kenn ich quasi schon von früher *g* Hab mal ein Buch gelesen, von einem Verrückten der mit einer Ente bis nach Kapstadt gefahren ist. Das Buch einer der Gründe warum ich mich für Afrika entschieden habe. Der Autor: Gert Duson! Ich schnall ab *g* Gert macht Robin, Olly und mir den Vorschlag mit in den Parc de Arguin zum Fischen zu kommen. Ein Besuch war zwar von mir geplant, wurde aber wegen schlechter Bereifung verworfen. Also Morgen geht es wieder 250km in den Norden, Olly und Robin mit dem Mopped und ich, im coolsten Taxi Mauretaniens.

Von Tata nach Tafraout

Donnerstag, April 28th, 2011

Ich schreib zu diesem Tag mal nix deshalb gibt´s das Video von Martins Helmkamera.

Off the road und Cascades Ouzoud

Dienstag, April 5th, 2011

Morgens das Mopped gestripped und in der Lightversion ab in die Berge. Und was fällt mir da auf? Anstrengend,anstrengend und nochmals anstrengend, dass ist anscheinend richtiger Sport. Ich krieg direkt Kopfschmerzen weil ich nichts trinke. Man sollte einfach den ganzen Tag Wasser in sich reinkippen, egal ob man durstig ist oder nicht. Wartet man bis man durstig ist, geht das auch mit Trinken nicht mehr weg. Während der Tour durch die Berge denk ich noch an das Gespräch des Campingplatzbesitzers. „Mit 4×4 kommst viel weiter als mit dem Motorrad und bist mobiler“. Ich zweifle sehr daran und habe nach meinem Besuch in den Bergen große Lust ihn zu fragen ob er mit seinem Hilux mal mitkommen will. Mit einem Esel würde ich zustimmen ;-) Die Marokkaner die auf dem Berg leben hielten mich wahrscheinlich für bescheuert. Vielleicht haben sie sich auch einfach nur gefreut mal Besuch zu bekommen. Schweißgebadet wieder runter und zu den Wasserfällen. Viele Touristen aber die Wasserfälle sollte man sich ankucken, gibt sogar Affen hier, also Richtige! Morgen will ich in das Hollywood Marokkos. Ein paar Tage werd ich aber wohl noch hier bleiben und dann erst nach Quarzazate fahren und zwar quer über den Atlas, laut Off-Road-Buch soll das gehen.

Von Essaouira über Sidi Koauki Beach nach Agadir

Montag, März 28th, 2011

Bis Agadir is nur n Katzensprung und deshalb machen ich heute mal kein Stress. Durch die Gegend tuckern ist angesagt. Sidi Koauki Beach ist bis auf 2 Kamele die eigentlich Dromedare sind leer. Sorry Jamal, vielleicht auf dem Rückweg. Auf dem Weg nach Agadir mach ich alle halbe Stunde irgendwo halt und genieß die Aussicht. Pünktlich um 12 mach ich Pause, um Tajine zu essen. Ich ess hier eigentlich nur Tajine, kann man nicht viel falsch machen, kommt nämlich noch kochend auf den Tisch. Da gibt’s Tajine mit Hammel, mit Hühnchen, nur Gemüse oder einer Art Hackfleisch (Keftan). Kost eigentlich nie mehr als 5€ und für den Tag ist man dann auch bedient. Kommt man zu spät, kocht´s nicht mehr oder muss gemacht werden und das dauert. 20km vor Agadir gibt´s n schönen Campingplatz, bissle versteckt aber besser als viele andere hier. An der Hauptstraße eher soche die nach außen aussehen wie Vergnügungsparks. Aqua Park, Restaurant, Kamel reiten, Jet Ski fahren, schreiende Kinder, etc. Ist halt Tourismus extrem hier. Am Abend besuch ich noch einen Supermarkt, Supermärkte hab ich schon vermisst, meinen letzten hat ich in Sete. Der Supermarkt (Marjane) übersteigt so ziemlich alles was ich an Supermarkt kenne, in Frankreich gibt´s ja schon Teile die uns etwas zu groß vorkommen aber dieser ist wirklich übertrieben. Schätzungsweise 800m lang und 300m breit, dass Ende kann ich kaum sehen. Ungefähr 50 Kassen und die Kassiererinnen sitzen alle in einem Glaskasten. Für Alkohol, den ich seit der Fähre nicht mehr gesehen hab, gibt´s extra Kassen. Ich such Würstchen, die Besitzerin des Campingplatzes hat Feuer machen erlaubt. Scheen! Da grill ich mir doch was. Auf dem „Heimweg“ kauf ich mir noch ein paar Flip-Flops (angeblich von Puma) für ganze 3€. Meine hab ich nämlich in Casablanca vergessen. Am Campingplatz angekommen ist auch schon dunkel, dass geht hier Übrigends ganz schnell, sowas wie Dämmerung scheint es nicht zu geben. Es ist entweder hell oder dunkel, Taschenlampe also besser vorher suchen ;-) Meine Suche nach Holz geb ich schnell auf, hier gibt´s keine Bäume, woher soll also das Holz kommen. Deshalb wahrscheinlich auch die Feuererlaubnis ;-) Ich schmeiß den Kocher an und ess mit dem Typen, dem der Esel neben meinem Zelt gehört die marokkanischen Würstchen (Sarfi,also die Würstchen, wie der Typ heißt, weiss ich nicht)). Ich will morgen in den Hafen und einen Fischer suchen der mich mit aufs Meer nimmt, mir zeigt wie man Fisch ausnimmt und diesen am besten zubereitet. Vielleicht ist auch „Service“ am Motorrad angesagt, mal sehen. Werd hier auf jeden Fall etwas bleiben, ist´ nämlich ganz schön.

Taxi fahren…

Dienstag, März 22nd, 2011

Gegen 10 zu Fuß Richtung Landstraße gelatscht, erst noch etwas Hemmung ein Taxi anzuhalten. Warum? Da erklär ich mal kurz was… Da gibt es z.B. die Petite Taxis meist rote Peugeot 205, die haben zwar n Taxameter aber nur für Showzwecke, diese Teile nutzt man in der Stadt und hat man sie sogar für sich alleine. Außerhalb von Städten gibt es dann Überlandtaxis, eigentlich immer Mercedes Diesel und uralt. Diese Teile hat man dann eben nicht mehr für sich alleine und deshalb meine anfänglichen Hemmungen. Meist wird in den Dingern zu 7 gefahren, drei vorne, vier hinten. Und ich soll da jetzt so n Teil mit vielleicht schon sechs Marocs drin anhalten und sagen „ Mach ma Platz!“ Was will man machen, hilft ja nix, 30km bis City ist bisschen weit. Das nächste Taxi halt ich also an, es war zum Glück leer, bzw. stieg eine Dame mit hinten ein. Ging…dann kam Vater mit Tochter vorne hinzu und wenig später zwei junge Mädels hinten. Da saß ich also in dem Taxi, die Oma fast bei mir auf dem Schoß und wusste nicht, wer sich in der Gurke hier jetzt eigentlich am komischsten vorkommt. Die Omi hat mir dann noch mit Zeichensprache erklärt was ich dem Taxifahrer geben soll. Es waren 5DH (50Cent) für ca. 25km. Dann durch die Stadt geirrt und mir aufgeschrieben wo ich lang gelaufen bin, um mich später nicht zu verlaufen. Wenig los heute, komisch. Ein Blick auf die Uhr verrät mir dann dass Sonntag ist. (Tage interessieren mich seit einer Woche nicht mehr).Das Konsulat wird wohl geschlossen sein, egal ich hol mir das Visa an der Grenze von Mauretanien, will in dieser Stadt nicht noch 2 Tage bleiben. Ist ja auch irgendwie schön dann kann ich bissle rumlaufen, mir die Stadt ansehen und mir WLAN suchen. Suchen musst ich nicht, von Netzwerkschlüsseln haben die hier glaub ich noch nichts gehört. Alles vom Stick hochladen und weiter. Die Läden für Touris haben natürlich alle auf und so kommt es das ich in der Medina in eine Gruppe solcher rein gerate. Diese Gruppe lässt sich wohl gerade die Stadt zeigen, geh ich mal mit denk ich mir und lande in einer traditionellen Apotheke. Da kucken sie sich um die Touris, in Shorts, knipsi knipsi und die pummelige Tochter im Schlepptau. Jeder eine dicke 8 auf dem T-Shirt kleben und vorneweg ein Mann, mit einer 8 auf einem Schild das er die ganze Zeit hochhalten muss damit die Touris sich nicht verlaufen und einer anderen Gruppe nachrennen. Wie auf Malle denke ich und will gehen, da spricht mich der „Doktor“ an. Und alles klar (Vielleicht hat er die 8 auf meinem Pulli vermisst)!?! Sicher sag ich! Was machst du hier? Nix kaufen auf jeden Fall! Ich komm mit ihm ins Gespräch und er erzählt in besserem Deutsch als ich es kann dass er aus Darmstadt kommt. Er musste den Touris dann aber einen Vortrag über Kräuter halten, zu dem er mich auch eingeladen hat. Ich bedanke mich höflich und gehe. Taxi fahren steht an! Dieses Mal nehm ich mir ein Petite Taxi aus der Stadt raus und lasse mich an einem Taxistand für Überlandtaxis absetzen um weiter zum Campingplatz zu kommen. Als ich mich dann zu einem Taxi in meine Richtung „durchgefragt“ hatte, stand ich nun halt vor einem Taxi mit sechs Marocs drin. Mach hinten die Tür auf und der Typ macht keine Anstalten, nur einen Millimeter zu rutschen. Ich weiß noch nicht was das für Typen sind, schwarze Kutte, lustiges Mützchen, vielleicht so was wie n Vorbeter, Imam, Priester, was weiß ich. Der fängt dann an mit dem Taxifahrer zu diskutieren, der Taxifahrer gewinnt und der Typ steigt aus. Danke Chicco, Tschüss Opi! Am Campingplatz angekommen will er dann 10DH, die Preise haben sich anscheinend in den letzten 6 Stunden verdoppelt. Ich mach ihm verständlich, dass ich nur 5DH habe und gehe. Also…Taxi fahren ist geil und beim nächsten Mal wenn alle stumm vor sich hinschauen, schrei ich laut SAAAFFAAARIII! Abends ersetz ich noch die verlorenen Schrauben am Mopped und lauf dem Hund vom Campingplatz nach, der denkt mein Öl Filter wäre jetzt sein Spielzeug. Morgen Richtung Azilal, wenn ich mich nicht irre kann man da in einem Bett aus warmem Sand schlafen. Nacht.

Und weil die erste Nacht so kalt war…

Montag, März 7th, 2011

…ging´s dann am nächsten Tag, 500km in den Süden. Campingplatz Simoune (Bollene) mit gratis WLAN, heisser Dusche und fast schon Urlaubsfeeling.

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