Von Dakhla zum Barbas-Komplex
Mittwoch, Mai 4th, 2011Ich trödel ganz schön rum, es ist noch ein Tag Zeit bis zum 01.05. und ich kann mich schwer entscheiden was ich nun mach. In Dakhla bleiben oder zum Motel Barbas fahren, das ca. 90km vor der Grenze liegt. Ich entscheid´ mich für den Aufbruch und mach mich, mit nicht Mal 100km/h auf Richtung Mauretanien. Unterwegs mach ich an ein paar Hütten halt und geh zum Metzger. Die Verständigung ist nicht einfach und so krieg ich Fleisch für 40DH, der Metzger hackt dann irgendein Tier klein und schmeißt es auf den Grill. Knochen, Innereien, übel viel Fett und was weiß ich noch alles, wird einfach mit gegrillt. Bei uns in Deutschland würde man den Metzger fragen ob er einen verarschen will. Und das ist dann mein Mittagessen. Ein Berg Fleisch! Brot hab ich zum Glück selbst noch, ich hoff mein Magen macht das mit denn eine Toilette gibt´s hier nicht. Ich weiß auch nicht wo die hin gehen, erspar mir aber weitere Nachforschungen. Am späten Nachmittag dann am Motel Barbas. Hat was, eine Oase (ohne Palmen) im Nirgendwo, Cafe, Restaurant, Hotel, Shop und eine Werkstatt. Eigentlich besser ausgestattet als der Camping in Dakhla. Hier gibt´s sogar rund um die Uhr Strom. In Dakhla nur ab 20 Uhr, vielleicht auch später. Ich nutz den nächsten Tag für einen Ölwechsel und ein paar kleinere Reparaturen am Mopped und Ausrüstung. Wäsche waschen steht an und ein Beauty-Tag wird eingelegt *g* Hier an der einzigen offiziellen Straße nach Mauretanien ist schon ganz schön bunt. Seine Zeit könnte man ohne Probleme damit verbringen sich vor die Tür zu setzen um das Geschehen zu verfolgen. Mein Highlight an diesem Tag: Ich komm gerade aus dem Hinterhof des Komplexes und sah einen Nissan Patrol der sich wohl übelste überschlagen hat, irgendwann einmal, die Schäden sind nämlich komplett verrostet. Das Dach des Wagens fast bis auf die Sitze niedergedrückt. Kein Platz mehr für Scheiben und die Türen gehen sicher auch nicht mehr auf. Der wird sicher gleich abgeholt denk ich mir und will mir das Geschehen ansehen. Fünf Minuten später kommen zwei Mauren aus dem Cafe, quetschen sich irgendwie in die Karre und fahren los als wenn nix gewesen wäre. Da müssen sogar die Marokkaner lachen. Ich revidiere hier meine Aussage „ Afrika fängt in Südfrankreich an“… Afrika fängt nicht einmal in Marokko an. Marokko ist teilweise ziemlich europäisch und stellenweise mit Urlaub in Spanien zu vergleichen. Ich bin mir relativ sicher, dass sich das ab hier ändert.







